Protokolle
  OGN     Kliniken     Ordinationen     Information     Newsletter     Intern     Zweigverein  
Schilddrüsenkarzinom
Gastroenterologie
Wächterlymphknoten
Urologie
Skelettszintigraphie
Endokrinologie
Radiopharmaka
Pulmologie
Onkologie
Entzündung
PET
Kardiologie
Therapie
Neurologie
Allgemein:
Startseite
Impressum
Links
Sitemap
Kontakt
Mitgliedschaft in der OGN


Protokolle - PET

Onkologie

Aktualisiert am 29. Februar 2004

Leitlinie zur Tumordarstellung mit F-18-FDG PET

Autoren

Univ. Prof. Dr. Peter Lind, Ass. Dr. Isabel Igerc, Abteilung für Nuklearmedizin und Endokrinologie - PET-Zentrum LKH Klagenfurt

Einleitung
Basierend auf der Leitlinie der DGN wird für die ÖGN folgender Kommentar und ein Summary verfaßt:

Die Leitlinie der DGN für die Onko PET kann prinzipiell übernommen werden.
Die Durchführung der FDG PET in der Onkologie ist nach einer Empfehlung der ÖGN bzw. der Arbeitsgruppe PET der ÖGN auf Ia, Ib und IIa Indikationen der Deutschen Konsensuskonferenz 2000 zu erweitern.

Im Abschnitt IV (Durchführung der FDG PET) sollten folgende Punkte ergänzt bzw abgeändert werden:
- Der Patient solle mindestens 6, besser 12 Stunden vor der Untersuchung nüchtern sein
- Der Serum Glucosespiegel wird vor der FDG Applikation gemessen und sollte < 140, bei Diabetikern < 200 mg/dl betragen
- Bei Diabetikern ist der Nutzen einer FDG Onko PET genau abzuwägen, da mit falsch negativen Befunden zu rechnen ist
- Die applizierte F-18 FDG Aktivität ist vom Kamerasystem und dem verwendeten Kristall abhängig und sollte gewichtsbezogen bzw. nach BMI berechnet werden (z.B. 6 MBq/kg KG).
- Die Uptakephase zwischen FDG Applikation und Emissions-scan sollte mindestens 40, besser 60-90 Minuten betragen
- Nach Applikation von FDG werden 250 - 500 ml Basislösung mit 20 mg Furosemid verabreicht. Bei abdominellen Fragestellungen kann Buscopan® verabreicht werden

Zielsetzung
Die Leitlinie dient Nuklearmedizinern zur Durchführung und Interpretation der F-18-FDG PET bei onkologischen Patienten.

Grundlagen und Definition
Grundlage der Tumordarstellung durch F-18-FDG ist der erhöhte Glucose-stoffwechsel maligner Tumore und dessen Metastasen.

Mit Ausnahme gezielter Fragestellungen sollte die FDG PET in der Onkologie als Ganzkörperuntersuchung im Sinne einer Stammkörperdarstellung durchgeführt werden.
Die quantitative Auswertung von Läsionen mittels SUV ist wünschenswert jedoch für die Interpretation nicht in allen Fällen zwingend notwendig. Die Durchführung einer Abschwächungskorrektur ist heute Standard.

Indikationen
Eine FDG Onko PET ist nach derzeitigem Wissensstand für die Indikationsgruppen Ia, Ib, und IIa nach der Deutschen Konsensuskonferenz 2000 sinnvoll.

Durchführung
Die Durchführung der FDG PET in der Onkologie erfolgt entsprechend dem Untersuchungprotokoll der AG PET der ÖGN.



[zurück]