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Aktualisiert am 25. April 2001
Leitlinie Äquilibrium-Radionuklid-Ventrikulographie
Kommentar zu den deutschen Leitlinien für die Radionuklidventrikulographie
Autoren Univ. Doz. Dr. H. J. Gallowitsch, Nuklearmedizin u. spez. Endokrinologie, Klagenfurt Univ. Prof. Dr. Heinz Sochor, Klinische Abteilung für Kariologie, AKH Wien Univ. Prof. Dr. Emil Ogris, Institut für Nuklearmedizin, SMZ Ost, Wien
Ad III b)
In folgenden Indikationen stellt die RNVG die Diagnostik der Wahl dar:
1) Bestimmung der Pumpfunktion bei Patienten unter Therapie mit kardiotoxischen Chemotherapeutika 2) Bestimmung des Operationszeitpunktes bei Patienten mit Aorteninsuffizienz (als Belastungs-RNVG) 3) Objektive Bestimmung und Verlaufskontrolle der Ventrikelfunktion bei Patienten mit ischämischer und dilatativer Kardiomyopathie sowie Myokarditis 4) Objektive Bestimmung der Ventrikelfunktion bei Patienten vor geplanter Herztransplantation
In folgenden Indikationen stellt die RNVG eine hilfreiche diagnostische Option dar: 1) Prognoseabschätzung bei Zustand nach Myokardinfarkt 2) Objektive Bestimmung der Ventrikelfunktion nicht schallbarer Patienten (Adipositas, Tachyarrhytmien) 3) Objektive Bestimmung der Ventrikelfunktion bei Patienten mit Klappenvitien (AI s.o.) 4) Unterscheidung ischämischer und nicht-ischämischer Kardiomyopathie 5) Erfassung des Ausmaßes von Ventrikelaneurysmen
In folgenden Indikationen kann die RNVG Zusatzinformation liefern 1) Verdacht auf oder bereits bekannte koronare Herzkrankheit (1. Wahl: Myocard-SPECT) 2) Verdacht auf oder gesicherte angeborene Herzfehler (1.Wahl: Echokardiographie, MRT) 3) Unterscheidung systolischer und distolischer Ursachen einer eingeschränkten VentrikelfunktionAbschätzung der Langzeit-und der Kurzzeitprognose sowie des Ansprechens auf chirurgische oder andere therapeutische Interventionen bei o.g. Fragestellungen
Zielsetzung Die Leitlinie dient Nuklearmedizinern zur Durchführung und Interpretation der Äquilibrium-Radionuklid-Ventrikulographie
Grundlagen und Definition Nach Markierung des Bloodpools (patienteneigene Erythrozyten oder humanes Serumalbumin) des linken Ventrikels werden EKG-synchronisiert mehrere hundert Herzzyklen phasengerecht gesammelt und als schlagendes Herz in einem einzigen repräsentativen Zyklus dargestellt. Liefert Aussagen über regionale und globale Wandbewegung, Größe der Herzkammern und der systolischen und diastolischen Funktion und der Auswurfleistung.
Indikationen Objektive Bestimmung, Verlaufs- und Therapiekontrolle der Auswurfleistung bei Patienten mit CMP oder Myokarditis, unter kardiotoxischer Chemotherapie, mit Herzklappenerkrankungen, Prognoseabschätzung bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung, vor HTX.
Durchführung Planare Untersuchung in LAO-Projektion in Ruhe und evtl. unter (ergometrischer oder pharmakologischer) Belastung.
Visuelle Beurteilung im “Cine Loop” sowie automatische bzw. halbautomatische quantifizierende Auswertung mit Erstellung von parametrischen Volums- und Phasenbildern mit sektoraler und globaler Ermittlung der Kontraktilität und Auswurfleistung.
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