Lungenfunktionsszintigraphie02e241994f

Die Lungenszintigraphie ist eine Untersuchung, um die Blut- und Luftversorgung der Lunge zu messen. Sie ist eine bewährte, lang erprobte und nicht eingreifende Untersuchung zur Feststellung von Embolien in der Lunge und der regionalen Lungenfunktion.

Diese Untersuchung setzt sich aus zwei Teilen zusammen:

  1. Die Perfusionsszintigraphie erlaubt eine Beurteilung der regionalen Lungendurchblutung. Finden sich Ausfälle, so ist eine Ventilationsszintigraphie erforderlich. Bei normaler Durchblutung ist eine Ventilationsszintigraphie nicht notwendig.
  2. Die Ventilationsszintigraphie erlaubt eine Beurteilung der regionalen Atemfunktion.

Vorbereitung

Für diese Untersuchung ist keine spezielle Vorbereitung notwendig, Sie müssen nicht nüchtern sein. Sollten Sie ein aktuelles Röntgenbild der Lunge haben, so ist dieses unbedingt mitzubringen.
Patienten mit Asthma sollten vor der Untersuchung Bronchodilatatoren einnehmen.

Untersuchungsablauf

Für den ersten Teil, die Perfusionsszintigraphie, wird Ihnen eine geringe Menge des Radiopharmakons in eine Vene injiziert. Sie sollten dabei mehrmals tief durchatmen. Anschließend werden mehrere Aufnahmen der Lunge in bequemer Rückenlage gemacht. Die Aufnahmedauer beträgt ca. 20 Minuten.

Ist zusätzlich eine Ventilationsszintigraphie erforderlich, müssen Sie über ein Schlauchsystem eine mit einer geringen Menge eines Radiopharmakons versetzte Luft einatmen. Wichtig dabei ist, ruhig und gleichmäßig zu atmen, und Sie sollten versuchen, nicht zu husten, da sich sonst die radioaktive Substanz wieder aus der Lunge löst. Danach werden die gleichen Aufnahmen nochmals gemacht. Die Aufnahmedauer beträgt ca. 20 Minuten.

Je nach verwendetem Inhalationsgerät kann die Untersuchungsabfolge auch umgekehrt erfolgen; zuerst die Inhaltaions-, dann die Perfusionsszintigraphie. Bei diesem Vorgehen werden in jedem Fall beide Untersuchungen durchgeführt.

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten

Keine.

Unerwartete Wirkungen

Unerwartete Wirkungen sind extrem selten, trotzdem kann es eine allergische Reaktion auf Bluteiweißpartikel (Humanalbumin) geben.

Weitere Informationen

Sie sollten mit einer Untersuchungsdauer von 1-1,5 Stunden rechnen. Obwohl es wichtig ist, zu bedenken, daß sich die radioaktive Substanz in der Muttermilch anreichern könnte, ist eine Unterbrechung des Stillens für 12 Stunden nach dem jetzigen Wissensstand völlig ausreichend.

Sollte bei der Untersuchung eine Lungenembolie festgestellt werden, wird Ihnen wegen der möglichen Gefahr der Erkrankung eine sofortige stationäre Behandlung nahegelegt. Die Aufnahme wird von uns organisiert.