02e241994fFeinnadel-Aspirationspunktion der Schilddrüse

Die Feinnadelpunktion, durchgeführt mit einer sehr dünnen Nadel, ist eine einfache und ungefährliche Untersuchungsmethode. Hierbei liegen oder sitzen Sie. Vor der Punktion wird die Haut nach den üblichen Richtlinien der Hygienevorschriften gereinigt. 

Die Punktion dauert nur wenige Sekunden und ist meist weniger schmerzhaft als eine venöse Blutabnahme (Ausnahme Thyreoiditis de Quervain). Nach der Punktion müssen Sie die Punktionsstelle mit einem Tupfer noch 5 Minuten abdrücken, nach der Punktion größerer Zysten gegebenenfalls 20-30 Minuten.

Die zytologische Untersuchung dauert bis zu 2 Wochen. Seien Sie also nicht beunruhigt, wenn der zytologische Befundbericht erst später beim Hausarzt eintrifft.

Wann ist eine Feinnadelpunktion angezeigt?

Punktiert werden sonographisch oder szintigraphisch verdächtige Knoten, gegebenenfalls auch bei Verdacht auf Schilddrüsenentzündung. Schilddrüsenzysten können zur Entlastung punktiert werden.

In szintigraphisch ”kalten Knoten” oder sonographisch echoarmen Knoten ist die Häufigkeit bösartiger Veränderungen mit 3-5% niedrig; die Punktionszytologie dient hier vor allem dem Ausschluß eines bösartigen Prozesses zu Ihrer Beruhigung. Gegebenenfalls sind hier auch weitere szintigraphische Spezialuntersuchungen erforderlich.



Vorteile der Feinnadelpunktion

Gesteigerte diagnostische Sicherheit, Entlastung von Zysten. Für den Patienten nicht belastender als eine Venenblutabnahme.




Nachteile der Feinnadelpunktion

Selten kann sich ein kleiner lokaler Bluterguß (Hämatom) an der Punktionsstelle bilden, vor allem dann, wenn die Punktionsstelle anschließend nicht ausreichend abgedrückt wurde. Ein solches Hämatom ist ungefährlich und bildet sich in wenigen Tagen zurück.

Ein lokale Entzündung ist sehr selten. Eine Verschleppung von Tumorzellen wurde nie beobachtet.

Hinweis

Sollten Sie an einer Gerinnungsstörung leiden oder sogenannte Antikoagulantien (z.B. Marcoumar oder andere gerinnungshemmende Medikamente) einnehmen, teilen Sie dies dem Arzt mit. In diesem Fall verbietet sich eine Feinnadelpunktion.

Quelle: Patienteninformation der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Köln, Prof. Dr. H. Schicha