Themenheft: Nuklearmedizin – Rising or falling star

Die funktionelle und molekulare Bildgebung ist seit jeher eine Domäne der Nuklearmedizin und wurde durch technische Innovationen, vor allem im Rahmen der Hybriddiagnostik wie SPECT/CT, PET/CT und PET/MR, enorm aufgewertet, was durchaus auch Begehrlichkeiten von mancher Seite weckt. Wenngleich eine gewisse Schnittmenge zu anderen Fachrichtungen gegeben ist, wie innere Medizin/Endokrinologie und Radiologie, ist das herausragende Merkmal, welches das klinische Fach Nuklearmedizin von den anderen Fachrichtungen abgrenzt, die Möglichkeit, zugrundeliegende Stoffwechselprozesse abzubilden sowie die zunehmende Anzahl diverser Radiopharmazeutika, welche Stoffwechselvorgänge, Rezeptorbindungen, entzündliche oder immunologische Prozesse sichtbar machen und den Einsatz kombinierter diagnostischer/therapeutischer Systeme, den Theranostics, ermöglicht.

Das älteste Theranostikum stellt J‑131 dar, welches im Rahmen der Radiojodganzkörperszintigraphie und der Radiojodtherapie auch heute noch routinemäßig zum Einsatz kommt. Auch Metajodbenzylguanidin (MIBG) wird seit Jahrzehnten sowohl diagnostisch (J-123 MIBG) als auch therapeutisch (J-131 MIBG z. B. Phäochromozytom, Neuroblastom) genutzt. Darüber hinaus werden zunehmend Theranostika für den Einsatz bei Neuroendokrinen Tumoren (Ga-68 DOTANOC/TOC – Lu-177 Dotatate/Y-90 DOTATOC), für das Prostatakarzinom (Ga-68 PSMA/Lu-177 PSMA) zur zielgerichteten Diagnostik und Therapie dieser Tumore eingesetzt. Andere Theranostika sind aktuell Gegenstand klinisch-wissenschaftlicher Studien und werden in naher Zukunft für den Einsatz am Menschen verfügbar sein.

Das aktuelle Themenheft zeigt anhand des Prostatakarzinoms das Funktionieren dieses theranostischen Konzeptes auf. Grundlage ist ein gegen das Prostata-spezifische Membranantigen (PSMA) gerichteter Tracer, der mittels Markierung mit einem diagnostischen (Ga-68 oder Cu-64 – Positronenemitter) oder therapeutischen (Lu-177 – Betastrahler) Radionuklid spezifisch Tumorherde visualisieren und auch therapieren kann. Bei insgesamt geringer Toxizität (deutlich geringer als zum Einsatz kommende Chemotherapeutika) können somit simultan Knochenläsionen, Lymphknoten-, aber auch Organmetastasen behandelt werden.

Nuklearmedizin – Rising or falling star?

 

RFA-Statement:

September 2018
Die “Good Clinical Practice Empfehlungen” beziehen sich auf die Radiofrequenzablation (RFA) bezogene Ausbildung, Durchführung und Qualitätskontrolle, sowie auf Standard hinsichtlich Vor-und Nachsorge. Sie richten sich an Ärzte jeder Fachdisziplin, die die Technik der RFA zu erlernen beabsichtigen bzw. die Interventionen bereits durchführen, aber auch an Schilddrüsenspezialisten, die in die Vor-und Nachsorge von RFA-Patientn eingebunden sind. Mehrere Fachgesellschaften (u.a. die OGNBM) regen dringend an, diesen Empfehlungen nachzukommen.

RFA Statement 2018_final