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TNM-Klassifizierung für Schilddrüsen-Karzinome
Stellungnahme bezüglich der neuen TNM-Klassifizierung für Schilddrüsen-Karzinome UICC 2002
Anläßlich des 5. ÖGN-Kongresses in Linz fand am 31.1.2003 ein aktueller Round table statt unter dem Titel “Ist die TNM-Klassifikation der UICC 2002 für Schilddrüsen-Karzinome wirklich notwendig und sinnvoll“.
Unter Moderation von G.Galvan Salzburg diskutierten nach einem Übersichtsreferat über die Problematik der Situation von K. W. Schmidt Essen: Für die Pathologen: K. Kaserer Wien Für die Chirurgen: P. Sungler Salzburg (ACO), B. Niederle Wien (SMENA), G. Wolf Graz (ACE) Für die Nuklearmediziner/Endokrinologen: P. Lind Klagenfurt, H. Fritzsche Feldkirch, K. Koriska Wien, W. Langsteger Linz, M. Weissel Wien.
Die wichtigsten Änderungen der TNM-Klassifikationen der UICC 2002 gegenüber der bisher gültigen Nomenklatur UICC 1997
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pT1
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Tumoren bis 20 mm
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pT2
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Tumoren intrathyreoidal > 2 bis 4 cm
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pT3
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organüberschreitend mit Einwachsen in: Subcutis, Larynx, Trachea, Ösophagus und Nervus laryngeus recurrens (klinisch)
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pT4
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Einwachsen in prevertebrale Fascie, mediastinale Gefäße oder Einschluß der A. Carotis.
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pT4a*
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Anaplastische Karzinom (jede Größe) nicht organüberschreitend
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pT4b*
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Organüberschreitendes anaplastisches Karzinom
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N-Staging
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pN0 bei Nachweis eines einzigen begutachteten tumorfreien Lymphknotens
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N1
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Regionale Lymphknotenmetastasen
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N1a
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Metastasen in Level VI (prae, paratracheal, praelaryngeal und Delphi – N)
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N1b
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Metastasen außer Level VI, uni-, bi- oder kontralateral oder obere mediastinale Lymphknoten
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Es bestand interdisziplinäre Einigkeit, dass die Änderungen in der TNM-Klassifikation des Schilddrüsenkarzinoms der 6. Auflage 2002 sehr problematisch ist, mit nachfolgender Empfehlung:
1) alle Pathologen sollten die neue Nomenklatur UICC 2002 anwenden, aber auch die alte Nomenklatur UICC 1997 in Klammer angeben
2) eine Modifikation der TNM-Klassifikation für Schilddrüsen-Karzinome durch die UICC sollte angestrebt werden.
Hierzu sollte ein Europäisches Konsensus-Meeting von Pathologen, Chirurgen Nuklearmedizinern und Endokrinologen erfolgen. Der Ort für dieses Meeting wird noch festgelegt.
Salzburg, 26.02.2003 Univ.-Prof. Dr. Günther Galvan
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