Methoden der Nuklearmedizin

Nuklearmedizin ist die Anwendung offener radioaktiver Arzneimittel („Radiopharmaka, Tracer“) für Diagnose (in vitro und in vivo) und Therapie. Die Nuklearmedizin ist keine Konkurrenz zu anderen bildgebenden Untersuchungen (etwa Röntgen oder MRT), sondern eine sinnvolle Ergänzung. Die Strahlenexposition bei diesen Untersuchungen ist zumeist niedriger als bei einer CT.

Nuklearmedizinische Untersuchungen können abgesehen von Schwangerschaft und Stillperiode ohne Einschränkungen durchgeführt werden!

In Abhängigkeit von der Indikation werden völlig unterschiedliche Radiopharmaka eingesetzt. Damit werden Aussagen z.B. über Stoffwechsel bzw. Perfusion verschie­dener Organe getroffen. Wegen ihrer Empfindlichkeit werden nuklearmedizinische Untersuchungen auch als Molekulare Bildgebung bezeichnet. Durch den frühzeitigen Nachweis einer Therapiewirkung oder deren Fehlens ist die Nuklearmedizin ein wichtiges Instrument bei der individualisierten Tumortherapie.

Die am häufigsten mittels planarer Szintigrafie, SPECT und PET untersuchten Organsysteme sind:

  • Herz (KHK – Durchblutung des Herzmuskels)
  • Skelett und Knochen (Suche nach Knochenmetastasen, Entzündungen, Gelenksprothesen)
  • Niere (Störungen des Harnabflusses bes. bei Kindern, Bluthochdruck)
  • Lunge (Lungenembolie)
  • Lymphknoten (Darstellung des Wächterlymphknotens z.B. bei Mammakarzinom und Melanom)
  • Gehirn (Abklärung der Demenz, Parkinson-Syndrom, Durchblutungsstörungen)
  • Tumordiagnostik mittels PET (vor allem FDG)

 

Für Details zu einzelnen Untersuchungen verweisen wir auf die Seite für Patientinnen.